2007 setzt das Dorffest ein Zeichen!

Es war der Auftakt einer Erfolgsgeschichte für die Mehrzweckhalle in Dabringhausen. Eine Geschichte die alle Teilnehmer gemeinsam geschrieben haben.

Der Mehrzweckhalle drohte das Aus. Mindestens 700.000 Euro wurden für den dringend erforderlichen Brandschutz sowie die Dach- und Heizungssanierung benötigt. Der Veranstaltungsort zahlreicher musikalischer, karnevalistischer und sportlicher Veranstaltungen sollte geschlossen werden. Eine Horrorvorstellung, die sich im Dorf schnell verbreitete.

Um zu beweisen, dass sich die Investition lohnt und Dabringhausen für die Halle geradesteht, ließ sich Bürgermeister Eric Weik zu einer Wette anstiften: „Wetten, dass ihr es nicht schafft, 500 Menschen auf die Beine zu kriegen, die eine Menschenkette von der Dorfmitte bis zur Mehrzweckhalle bilden!“ Das klang kurios und sollte es auch werden.

Still gestanden!

Es regnete um 15.30 Uhr und nach den ersten Tröpfchen leerte sich die Altenberger Straße. Nervosität und Unbehagen machten sich beim Wettgegner Tim Tiede sichtbar breit. Hatte er vielleicht doch zu laut getönt?

Nein, um Punkt 16 Uhr drängten bunte Menschenmengen aus allen Ecken auf die Altenberger Straße. Anscheinend waren die Dabringhausener nur kurz zur Kostümierung verschwunden. Auf einmal tummelten sich Menschentrauben in bunten Vereinstrikots von der Handballmannschaft bis zum Frauenturnverein, Clowns, Feuerwehrmänner, Gardisten, Piraten, Chöre, Kegelvereine, Tanzmariechen, Tierfreunde, Flieger, ein ganzes Orchester, etliche Dhünner, Wermelskirchener, Odenthaler und sogar Belgier bezogen Stellung. Zwischendrin immer wieder gelbe Tupfen von „Dorffest-T-Shirt-Trägern“. Eilige Helfer in knallorangen Rettungswesten sausten durch die Menge um für eine gerade Aufstellung zu sorgen und verkauften noch schnell ein paar Wettteilnehmer-Buttons an Kurzentschlossene. Als hätte man den Himmel angesichts der Entschlossenheit der Dabringhausener eingeschüchtert, hörte es auf zu regnen! Bürgermeister Eric Weik bestieg mit Tim Tiede das Wettmobil von Hallenwart Chris Steiner und fuhr langsam, sorgfältig zählend, die Menschenkette ab.

Durch ein Megaphon konnte jeder den Zwischenstand hören, was für Euphorie bei den Teilnehmern sorgte. Hier wurden munter Liedchen geträllert und Sprechreime zitiert. Die Aktion entwickelte sich zu einem wahren Straßenfest. Dass sich die Dabringhausener für ihre Halle mit Leidenschaft einsetzten, flimmerte abends auch noch in der Lokalzeit Bergisch Land über den Bildschirm.

Schnell war klar, dass die Wette haushoch gewonnen war, denn sie zählte unglaubliche 2.000 Menschen! Angesichts dieses leidenschaftlichen Einsatzes kam Eric Weik seinem Wetteinsatz gerne nach und legte für jeden Teilnehmerbutton einen Euro dazu.

So kamen zu den 2.000 Euro (durch verkaufte Teilnehmerbuttons) noch mal 2.000 Euro Wetteinsatz dazu. Das I-Tüpfelchen bildete eine Spende vom Dorffestteam, das die Produktionskosten der Wettbuttons oben drauf legte.

4.222 Euro waren für den frisch gegründeten Förderverein ein perfektes Startkapital.

Sparkasse und SunTechnics als Sponsoren

Der leidenschaftliche Einsatz inspirierte zu einem zweiten Teil der Aktion: „Wetten, dass wir 50.000 Euro zusammen bekommen?“ heißt es diesmal mit dem klaren Ziel, dieses Geld für die Sanierung der Mehrzweckhalle aufzutreiben.

Die Dabringhausener fuhren mit dem Förderverein der Mehrzweckhalle und der Agentur lessingtiede einen 12 Stunden Nonstop-Benefizmarathon auf. Ohne Gage tummelten sich auf der Bühne Künstler aller Art: das Blasorchester, die Folkloregruppe, das KG-Kindertanzkorps, der Gesangverein „Blüh auf“, die Grunewalder, der Junge Chor „Up to date“, die Jecken Wiever und die Altstadtgarde, Louis Las Vegas and the fabulous Monks sowie die Cover Band YouWho. Die Firma Licht- und Tontechnik Döbler sorgte für das richtige Licht. Alle Helfer arbeiteten ehrenamtlich. Als Hauptsponsoren präsentierten sich die Sparkasse Wermelskirchen und die Solartechnikfirma SunTechnics. Das Fazit der Aktion: Die Wette war gewonnen und damit das nötige Geld in der Kasse – Fast, denn den Rest arbeiten freiwillige Helfer unter Regie vom Förderverein ab. Mit Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung der Halle beweist damit das Dorf einen langen Atem, der atemberaubende Wirkung zeigte!

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